Freitag, 22. Januar 2010

Innovations-Vermeidung und Arbeitsplatz-Verhinderung

Ja, Sie haben richtig gelesen, so etwas gibt es, ganz real, jahrelang - wie das möglich ist, lesen sie hier:

Mittels Computertechnik die Ideen der Gesamtbevölkerung zur Marktreife zu führen und so neue Produkte und neue Dienstleistungen generieren - das ließe sich schon seit Jahren sehr effektiv realisieren.

Das nachfolgend verlinkte Interview gibt einen ersten und dennoch umfassenden Einblick über ein Konzept dazu - und auch darüber, wie gut die Politik darüber informiert ist.

Es wird aufgezeigt, wie neue Arbeitsplätze entstehen könnten, wie gleichzeitig die Wirtschaft angekurbelt werden könnte:



Innovationsoffensive - und der Staat schläft weiter




Eine schriftliche Zusammenfassung der Hintergründe mit einem ersten Einblick folgt hier:

Neue Arbeitsplätze für Behinderte, für Geringqualifizierte, für Mütter kleiner Kinder, aber auch für hochqualifizierte Wissenschaftler aller Branchen - davon könnte es schon seit langer Zeit viel mehr geben. Sogar gleiche Arbeit für Behinderte und Nichtbehinderte.


Am Anfang steht ein Kerngedanke, den es zu verstehen gilt:

Hinweise, Ideen, Gedanken, Tipps - anfangs von Fernsehzuschauern, später von allen Menschen per Telefon aufnehmen, verarbeiten, dann Wirtschaftsunternehmen, Behörden u.a. zur Verfügung stellen, damit diese ihre Produkte und Dienstleistungen verbessern können, neue erschaffen können - den Schatz an Wissen und Ideen, der ungenutzt in der Bevölkerung ruht, heben, und damit Innovationen so bewirken, wie es gemeint ist, aber oft nur verklausuliert ausgesprochen wird: Damit ließen sich vom ersten Augenblick an "Moderne Dienstleistungen am Arbeitsmarkt" schaffen, Wirtschaft ankurbeln, Stimmung heben, Forschung fördern und noch vieles mehr.

Was man an Hinweisen so, wie im vorhergehenden Absatz angedacht, per Telefon entgegennimmt, kann auf ein Band gesprochen werden - mit Anrufbeantwortern sind inzwischen die meisten Menschen vertraut.

Will man das nun auswerten, braucht man es in schriftlicher Form. Es muss also aus Ton Text werden. Dafür gibt es inzwischen Schreibprogramme mit Spracherkennung, die aber auf die Sprechweise des Nutzers trainiert werden müssen.

Arbeitsplätze für Geringqualifizerte könnten so in großer Zahl entstehen:

Mit ein wenig Sprachschulung kann das jeder lernen. Und dann arbeiten: Hören - Sprechen - Hören - Sprechen mit einem einfachen System, eingebaut in einen Industriecomputer mit nur wenigen Eingabetasten oder Touch-Screen, der Nebengeräusche herausfiltert.

So könnte alles, was Menschen zu Themen zu sagen haben, was unglaublich viele Tipps, Hinweise, Verbesserungsvorschläge und Ideen enthält, festgehalten und weiterverwertet werden.

Technisch ist das sogar so möglich, dass der Hinweis dauerhaft seinem Absender zugeordnet werden kann und eine später umgesetzte Idee deshalb dem Absender auch Einnahmen bescheren wird.

Es könnten hier also im Rahmen einer "Ideenbörse" in einem speziell organisierten System Hinweise und Ideen aller Menschen nutzbar gemacht werden.

Die Zahl von Arbeitsplätzen, die so geschaffen werden kann, ist beliebig. Sie hängt davon ab, wie schnell Ergebnisse präsentiert werden sollen. Wenn man innerhalb einer 45-Minuten-Sendung am Anfang die Frage und am Ende erste ausgewertete Ergebnisse präsentieren wollte, würde man 1,1 Millionen Mitarbeiter benötigen. Es ist aber eben auch in deutlich kleinerem Rahmen realisierbar. Aber diese Zahl zeigt, dass immer von größeren Zahlen die Rede ist als sonst, wenn zum Beispiel der Verlust (sogar) von zwei- oder dreitausend Arbeitsplätzen beklagt wird. Bei der Schaffung von Arbeitsplätzen sind schon deutlich geringere Zahlen oft eine Pressemeldung wert.

Dabei werden aber nicht nur Geringqualifizierte benötigt, sondern auch höher qualilfizerte Mitarbeiter für die Koordination, und schließlich für die Auswertung und Umsetzung der Ideen auch Wissenschaftler - auch Ingenieure aller Branchen für disziplinübergreifende Arbeit zur Realisierung der zukunftsoffenen Wissensgesellschaft.

Im Jahre 2001 wurde dem damaligen Berater des Bundesfinanzministers, der zuvor auch schon als Berater für den damaligen Bundeskanzler im Gespräch war, dieses Konzept vorgestellt. Er war davon sehr angetan, hat relativ großes volkswirtschaftliches Potential bestätigt.

Das vorgestellte Projekt können nur Politik, Medien und Wirtschaft gemeinsam realisieren, weil die TV-Medien politikabhängig sind und ohne Zutun der Politik das Mitmachen in der hier gedachten Form nicht sichergestellt ist.

Die politische Umsetzung wurde von dem Berater des Bundesfinanzministers mit entsprechenden Gesprächen begonnen.

Dazu äußert er sich in dem hier - teilweise anonymisiert - zur Verfügung gestellten Schreiben:


Schreiben vom 24.10.2002

Darin wird dem Projekt ein relativ großes volkswirtschaftliches Potential bestätigt.

Die in dem Schreiben noch offenen Fragen sind geklärt worden, dennoch findet eine Realisierung bzw. Umsetzung nicht statt.

Wenn aber Politiker das nicht verwirklichen wollen, obwohl einige sehr genau darüber informiert sind, dann liegt der Gedanke nahe, dass man noch immer nach Wegen sucht, die Initiatoren zu umgehen, sich die Idee allein zu eigen machen, um dann selbst die Erfolge für sich reklamieren zu können.

Warum sonst gibt es inzwischen alle möglichen initiierten Teilprojekte, aber keine Einbindung der Initiatoren von 2001 und auch keine konkreten Äußerungen dazu?



Unter dem Titel

Innovationsoffensive - und der Staat schläft weiter



zeigt Prof. Dr. Michael Vogt im Gespräch mit Klaus Steiner weitere Hintergründe des Projekts. Dabei wird dargestellt, was das Konzept konkret praktisch bewirken könnte, aber auch, wie umfassend die Politik darüber informiert ist .... .


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